Hey, schön, dass wir uns gefunden haben.
Ich bin Nela, freut mich, dich hier zu sehen.
Wenn du nur eine dieser Fragen mit Ja beantwortest, bist du hier wahrscheinlich richtig.
- Vielleicht bist du hier, weil du wieder etwas gegoogelt hast, das du eigentlich längst fühlst?
- Vielleicht fragst du dich, ob wirklich immer du das Problem bist?
- Oder vielleicht dreht sich dein ganzes Leben um andere und du langsam wieder einen Platz brauchst, der nur dir gehört?
Vielleicht ist es erstmal nur dein Schreibtisch. Deine Tasse. Deine Blumen. Deine Gedanken.
Vielleicht ist es aber auch der Anfang von etwas Größerem.
Hier findest du keine perfekten Antworten und keine Gurus. Dafür ein Buch, in dem du dich verlieren und wieder erkennen kannst. Worte, Geschichten, Holz, Humor und einen Ort, an dem niemand denkt, dass du verrückt bist. Egal, was er sagt.
Wenn du wissen möchtest, warum es Bei Nela gibt, setz dich zu mir. Erzählen ist etwas, was ich wirklich gut kann.
Kaffee steht bereit, weiterlesen…
Ich erzähl dir erstmal, warum ich mein Buch Danach geschrieben habe und Bei Nela All gegründet habe. Und lasse dich entspannt entscheiden, ob es hier auch für dich der richtige Ort zum Wohlfühlen sein kann. Hier versteht man sich. Und vor allem denkt hier niemand, dass du verrückt bist.
Ich habe nämlich genau das vor 8 Jahren gedacht und nach Antworten gegoogelt. Dann habe ich meinen Freundinnen und meiner Familie die undenkbarsten Geschichten erzählt. Und dann? Habe ich damit aufgehört. Denn wer würde mir glauben? Mir passierte doch nichts soooo Schlimmes. Ich bin nicht mit einem blauen Fleck durch die Gegend gehüpft. Ja, ich wurde mit einem Fußtritt geweckt. Ja, ich durfte meine Termine nicht einhalten, wenn mein Auto kaputt war, weil meinem Ex-Partner plötzlich regelmäßig etwas dazwischenkam. Ja, ich durfte meine Familie nicht besuchen, wenn ich meine Ersparnisse fürs Leben in Deutschland mit einem Baby ausgegeben hatte, weil das Geld alle war. Wobei er seine Scheine liebevoll gezählt hat. Ach, wie ich das Geräusch hasse. Mein Magen dreht sich dabei deutlicher als eine Stripperin im Puff in Erfurt.
Ich dachte auch, wäre ich nur nicht so unmöglich. Würde ich besser Deutsch sprechen, wäre es bestimmt einfacher, ihm zu erklären, wie sehr er mich verletzt. Hätte ich nur noch mehr gespart. Hätte ich nur keinen Kinderwunsch gehabt. Hätte ich nur stillen können. Hätte, hätte, Fahrradkette…
Erst Jahre nach dem Beziehungsende wurde mir klar, ich habe häusliche sowie finanzielle Gewalt erlebt. Surprise, surprise.
Taschenlampe gefällig?
Also, falls dir jetzt immer öfter der Gedanke kommt, dass vielleicht, rein theoretisch, nicht du das Problem bist, sondern dass deine Beziehung nicht gesund ist, bist du hier genau richtig. Ich vertraue dir. Ich weiß, du denkst es dir nicht aus. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Blitz voller Wut, Angst, Ungerechtigkeit und Trauer durch deinen Körper schießt. Immer wieder, wenn er seine Farben zeigt und du dich wie ein mieses Miststück fühlst. Wie ein Lappen, mit dem man nur die schmutzigsten Schuhe putzt. Vielleicht bist du aber schon so unsicher, was wirklich die Realität ist, dass du einen Kompass, einen Maßstab brauchst. Und genau dafür bin ich da. Mit meiner Geschichte. Von dem Leben in einer schädlichen Beziehung. Aber auch von dem Danach, wenn man erst kapiert, dass das nicht in Ordnung war, und es erstmal verarbeiten muss. Und auch von Im Danach.
Ich bin da raus. Nur fühlt sich das Raussein leider nicht gleich nach Yoga-Matcha-Leinen-Zen-Ruhe an, wie manche Gurus gerne versprechen. O nein. Und es wäre nicht fair von mir, dir so einen Gedanken verkaufen zu wollen.
Mein Körper hat mir schon eine Rechnung ausgestellt. Und sie ist weder hübsch, noch billig. Das heißt aber noch lange nicht, dass es keinen Sinn macht, aus einer schädlichen Beziehung/Dynamik auszusteigen. Ganz im Gegenteil. Ich habe keinen Kopf für Daten. Aber den 26.12., den feiere ich jedes Jahr. Das war der Tag, an dem es für mich endlich vorbei war. So vorbei, dass es keinen Weg zurück gab.
Ich bin bestimmt nicht die Mama des Jahres. Nichtsdestotrotz fahre ich mein Kind jeden Tag 70 km zur Schule und verbringe viel Zeit hinter dem Lenkrad. Und so ist auch mein erstes Buch entstanden. Mein Danach. Danach habe ich ChatGPT diktiert, erstmal als meine Therapie. Dann wurde es langsam zu der Frau, die ich damals gebraucht hätte. Als ich in demselben Schlamassel gesteckt habe wie du jetzt.
Ratscheißer raus!
Danach wurde nicht als Ratgeber geschrieben. Es ist die Frau, die dir um Mitternacht einen Kaffee zubereitet, dir zuhört und sagt: Ja, das ist nicht in Ordnung, was dir passiert ist. Egal, wie es nach außen aussieht. Egal, wie sehr du es dir schönreden möchtest. Es ist die Frau, die sagt: „Setz dich zu mir. Und bevor du bereit bist, mir alles zu erzählen, erzähl ich dir meine Geschichte. Vielleicht fühlst du dich dann nicht so allein. Vielleicht kommst du danach eher raus, als ich. Ich habe dafür nämlich 10 Jahre gebraucht. Stolz bin ich darauf nicht.
Jetzt lebe ich Im Danach. Im Danach ist mein zweites Buch. (A work in progress) Es ist die Frau, die du wirst, wenn du raus bist. Und dieses Danach kann auch rau sein. Dieses Danach ist über Heilung, Hoffnung, Panik-Relapse und ein Nervensystem, bei dem der Alarm bei jeder Kleinigkeit anschlägt. Es geht aber auch darum, was mir hilft. Ich baue mich neu auf. Und ganz ehrlich, ich habe mein Glück gefunden. Meine Welt, meine Sicherheit, mein All. Im Steinwald. Mit einem Bären, Holz, einem rumänischen Hund und zwei Katzen der Ex.
In der Im-Danach-Ära suche ich täglich nach Wegen, mein Leben glücklich zu führen. Bei jeder Nachricht zucke ich zusammen, mein Herz springt so hoch, dass es meine Zunge auf französische Art küsst. Wenn sich jemand auf der Autobahn an meinen Koffer kuschelt, schlägt mein Nervensystem Alarm, als würde der Helmut sein Gewehr auf meine Stirn richten. Zugleich habe ich mich noch tiefer in Holz, seinen Duft und seine seidige Oberfläche verliebt. Ich habe mir Hilfe geholt. Ja. Ohne meine Psychologin wäre ich jetzt nicht so weit gekommen. Denn an guten Tagen findest du mich im Steinwald. An einem hundert Jahre alten Häuschen. Wie ich meinem Bären helfe, das Haus in unsere Höhle zu verwandeln. Wie wir dabei lachen. Vollgestaubt. Mit Muskelkater. Mit einem Kind, das sich zur Tode langweilt, und mit einem Hund, dessen Hobby Schlafen ist.
Erst hier. Erst mit dem richtigen Mann. Erst in Deutschland 2.0. (Ja, ich bin eine Tschechin. Und der Mann, der mich zerstört hat, war ein Deutscher.) Erst mit 40 habe ich mein Zuhause gefunden. Erst jetzt sehe ich, was mir alles passiert ist. Denn wenn du keine Kapazität hast und nur von Tag zu Tag überlebst, scheißt du drauf. Dir bleibt nichts anderes übrig. Und erst jetzt habe ich den Mut, mich neu aufzubauen. Erst jetzt habe ich den Mut, Fehler zu machen. Zu scheitern. Zu kreieren. Holz zu schleifen. Muschibusch zu malen, um zu zeigen: Hey, der Frauenkörper gehört der Frau, genauso wie ihre Entscheidungen, ihr Leben. Als Freiberuflerin war und bin ich am glücklichsten. Und mein Arbeitstisch ist meine Oase. Hier entstehen meine Texte. Wörter, die berühren, schockieren, zum Lachen bringen. Bilder, die du nicht mehr aus deinem Kopf kriegst. Deswegen habe ich Desk Rituals entworfen. Als ein Zeichen dafür, dass der Platz nur dir gehört. Ein Platz, den du nicht für die anderen optimieren musst.
Ein Platz, wo deine Tasse Kaffee ihren Platz hat. Wo dein Schlüssel hingehört. Wo deine Vase voll Blumen steht.
